© Manuela Tuena - Hauptstrasse 3, 3251 Wengi b.Büren - Telefon 078 711 76 26 - Email manuela.tuena@bluewin.ch

Januar 2017

 

Ein paar Gedanken...

Gerade in dieser erschütterten Welt rund um uns herum, bin ich enorm dankbar hier bei uns in diesem „heilen“ Land leben zu können. Umso bewusster können wir dieses Privileg annehmen und Sorge dazu tragen. Das Leben zu achten, unser Da Sein, ein Geschenk für eine gewisse Zeitspanne. Die Pferde helfen uns auch hierbei. Das Elend und Leid für Augenblicke zu vergessen und wahrzuhaben, dass da noch so viel anderes ist, als das was wir täglich in den Nachrichten erfahren. Sie helfen uns, Verbindung zu stärken, die Natur zu erleben. Bewusst zu handeln und zu entscheiden: Will ich einen Freund oder will ich einen Gegner? Will ich kommunizieren oder bezwingen? Will ich hinhorchen? Kann ich hinhören? Oder übergehe ich? Wen? Mich selber oder mein Gegenüber? Oder beide?

 

***

 

Parallel zur Qigong Ausbildung, begleitet mich das Thema der Traumaheilung. Einerseits haben mich persönliche Prozesse dahin geführt, andererseits auch Ausbildungs- und Heilungswege bei Pferden, die ich begleite und natürlich all die Forschungen, die ich immer wieder mit meinen eigenen Pferden betreibe. Nahe lag dann, dass ich dies zum Thema meiner Diplomarbeit im Rahmen der Qigong Ausbildung gemacht habe:  

 

Bewusstseinsprozess

persönliche Erfahrungen

 

Qigong, Traumaheilung & die Pferde

Januar 2016

Abschlussarbeit zur Qigong Übungsleiterin

Manuela Tuena

 

 

 

Was hat das mit den Pferden zu tun??

Bei den Pferden handelt es sich sehr häufig um Angst, (Erwartungs-) Druck und Stress. Sie sind Fluchttiere, die wir daran hindern zu flüchten. Sie sind soziale Freiheits- und Bewegungstiere, die wir einsperren und kontrollieren…

 

Fremdkontrolle…

Die wir ihnen – mehr oder weniger geschickt, mehr oder weniger sanft, hart, fein, frei oder eingeschnürt – liebevoll oder verbissen – aufdrücken.

Was macht das mit dem Pferd? Mit seinen Bewegungen und Reaktionen?

 

Es gibt wenig Raum, in dem sie sich als Pferde fühlen und leben können. Der grösste Teil ist von uns Menschen dirigiert und bestimmt.

Wo sie leben, wie gross das Areal ist in dem sie leben, was sie fressen, mit wem sie leben. Wie sie sich bewegen müssen, wohin sie gehen sollen, wie schnell, was für Figuren und Nummern sie mit uns vorführen sollen…

 

Wo bleibt das Pferd?

Was ist ein Pferd?

Was machen wir mit ihnen? Was wollen wir von ihnen? Verstehen sie, was wir von ihnen verlangen? Geben sie sich hinein? Zeigen sie sich? Oder verkriechen sie sich, flüchten innerlich?

 

Spannende Fragen – und noch spannender sind die Antworten, die ich darauf bekomme.

Ich bin berührt, was sich zeigt, wenn sich innere Ordnung und Ausrichtung einstellt, Ausgleich im Organismus schafft und Selbstheilung anfängt zu wirken. Verständnis und Vertrauen, Entlastung und tiefe Hingabe. Für einen Moment öffnet sich ein Fenster – oder es kann sich als stabiles Fundament einstellen, wenn ich kontinuierlich und sorgfältig damit umgehe und daran arbeite.

Innere Losgelassenheit und ein Aufatmen. Die Augen leuchten auf – direkt aus einer inneren Offenheit, nicht aus Angst und Stress. Sondern mitten aus dem Herzen. Die Seele wird spürbar berührt und genährt. Eine feine achtsame Kraft wird lebendig und ein natürlich ungezwungener gegenseitiger Respekt stellt sich ein, aus der eigenen Präsenz und Wachheit heraus. Die Pferde können sich zeigen und der Mensch ebenso.

 

Auf jeden Fall fasziniert mich die Welt der Pferde mitsamt der ganzen Reiterei immer wieder von Neuem!

 

 

***

 

 

Die Tage werden länger, es ist schon deutlich sichtbar. Bleiben wir dran, Bewusstsein aufbauen und Horizonte erweitern. Es gibt immer wieder vieles zu tun und zu entdecken!  Ich freue mich auf jeden Fall darauf.

 

 

 

Herzliche Grüsse aus dem verschneiten Oberbalm!

Manuela