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KörperBewusstsein

Bewegung + BewusstseinPferde wie Menschen verstehe ich als Körper-Seele-Geist Einheit. Alle drei Elemente stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen sich wechselseitig. So stehen auch Mensch und Pferd ununterbrochen in gegenseitiger Resonanz.

Aus dieser Grundannahme leitet sich ab, dass der Körper, die Bewegungen, das Befinden und Denken des Reiters das Pferd als Ganzes beeinflussen und umgekehrt. Demzufolge ist es unabdingbar, dass Reitende an ihrer eigenen Bewusstheit arbeiten. Die Verbindung vom Reiter zum Pferd geschieht direkt über uns und unseren Körper. Spannungen, Blockaden, Puls- und Atemfrequenz, Rhythmus, Energien, Bilder - alles wird übertragen und zwischen Pferd und Reiter hin- und hergeschoben. Im wechselseitigen Kontakt kann diese Verbindung positiv eingesetzt gegenseitig ungeahnte Potentiale freisetzen – Kraft, Präsenz, Harmonie und Leichtigkeit. Je mehr wir uns dessen bewusst werden, desto weniger steht einem offenen Kontakt zwischen Pferd und Reiter im Weg, desto klarer und harmonischer kann der Austausch werden. Es entsteht ein gemeinsamer Fluss, eine gemeinsame Kunst.

Meine Ausbildung zur Physiotherapeutin, eigene Bewusstseinsarbeit, die langjährige Erfahrung in chinesischer Kampfkunst (Tai Chi, Lohan Gong, Chi Gong, Wutan Kung Fu) und der afrikanische Tanz mit dem Rhythmus der Trommel haben meine Arbeit, den Unterricht und mein Verständnis für die Reitkunst grundlegend geprägt.

 

„Struktur bestimmt die Funktion

Die chinesische Kampfkunst, wie das gesamte Denken und Handeln der fernöstlichen Kultur, baut auf dem Energieprinzip des Yin und Yang und der universellen Lebensenergie, dem Qi, auf. Somit beinhaltet sie eine starke Auseinandersetzung mit der Energie: Bewusstwerden, Bewegen und Kanalisieren von Energie. Das Training basiert auf einer klaren Struktur, Ausrichtung und Orientierungen im eigenen Körper und im Raum. Auf dieser klaren Struktur basiert jegliche Funktion. Sie schult das Denken und bewusste Handeln und betont immer wieder die Senkrechte und Waagrechte, die eigene Zentriertheit. Der Kampfkunst liegen ein inneres Ausgerichtet-Sein, eine Klarheit zugrunde, die in der Arbeit mit den Pferden unerlässlich ist.

Durch das jahrelange Training der chinesischen Kampfkünste und meinem Auseinandersetzen mit der Energiearbeit, habe ich sehr spannende und grundlegende Erkenntnisse und Parallelen gefunden zur Reitkunst, die ich immer klarer und tiefer am Übertragen bin in der Ausbildung meiner Pferde, in meiner eigenen Reiterei, sowie in den Unterricht mit den Schülern. Je achtsamer wir werden, umso mehr können wir unsere  Gedanken & Energien bewusst werden, mit ihnen umgehen und sie einsetzen. Wir können sie lenken und übertragen. Entsprechend  „feinstofflicher“ kann das Reiten werden. Das führt zu mehr Leichtigkeit und Harmonie. Übertragen von Gedanken und Visualisierungen. Feiner, leichter und bewusster – sprich „geistiger“, spiritueller.